Wir unterstützen die Einführung einer digitalen Gästekarte für die gesamte Grafschaft Bentheim.
Warum eine neue digitale Gästekarte – wo wir in Bad Bentheim doch schon eine Gästekarte haben?
Das Handy zücken statt zerknitterte Papierkarten aus der Brieftasche oder Portemonnaie kramen. Das ist vielerorts noch Zukunftsmusik, aber immer mehr Urlausregionen setzen verstärkt auf digitale Gästekarten. Noch werden aktuelle Gästekarten meist auf Papier ausgedruckt und an die Urlauber ausgegeben.
Die Einführung einer digitalen Grafschafter Gästekarte bietet Übernachtungstouristen im gesamten Landkreis nicht nur rabattierte Eintritte für Sehenswürdigkeiten, sondern auch die kostenfreie Nutzung von Bus und Bahn. Dies muss natürlich von allen Grafschafter Kommunen finanziert werden. Das dabei die Stadt Bad Bentheim mehr belastet wird als andere Kommunen, liegt daran, dass wir die Übernachtungshochburg in der Grafschaft sind.
Die digitale Gästekarte ist eine große Chance für den gesamten Landkreis, sich im Wettstreit mit anderen Tourismusregionen in der Bundesrepublik einen Vorteil zu verschaffen, wenn es um die Urlaubsplanung vieler Menschen und Familien geht, die gerne innerhalb der Bundesrepublik Urlaub machen. Und dieser Wettbewerb ist hart, denn auch viele andere Regionen haben attraktive Urlaubs-Möglichkeiten zu bieten. Durch die Marketingwirkung einer solchen Gästekarte besteht die große Chance mehr Gäste zu gewinnen und auch eine verlängerte Aufenthaltsdauer in der Grafschaft zu erreichen. Die Gästekarte ist somit ein Instrument für mehr Gästeservice, für Marketing und Marktforschung sowie zur Steigerung der Wertschöpfung.
Deshalb ist gerade auch die kostenlose Nutzung der ÖPNV, und hier vor allen Dingen die Nutzung des Schienen-Personenverkehrs, des Regiopa, ein wichtiger, wenn nicht sogar der wichtigste Faktor bei dieser neuen Gästekarte. Dieses wird in immer mehr Tourismusregionen schon heute selbstverständlich angeboten. Für den Landkreis Grafschaft Bentheim wird somit nur nachgeholt, was woanders schon teilweise lange existiert.
Ein weiterer Aspekt ist der Umweltschutz. Neben dem schon erwähnten Verzicht auf Papier, besteht damit die große CHance, dass viele Gäste ihr Auto stehen lassen, wenn sie stattdessen einen kostenlosen ÖPNV nutzen können.
Bei der vorliegenden Beschlussfassung ist auch sehr erfreulich, dass es gelungen ist, nicht erst nach 5 Jahren, sondern schon nach 3 Jahren eine Erfolgs-Überprüfung durchzuführen. Bei einem Nicht-Erfolg könnten dann doch erhebliche Kosten eingespart werden.
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