Es gilt Klimaschutz ist Menschenschutz.
Hitzewellen, wie wir sie im Juni 2026 erlebt haben, sind die tödlichste Wetterextremlage. Deshalb sollte von der Stadt Bad Bentheim ein Hitzeaktionsplan erstellt werden. In erster Linie müssen vulnerable Gruppen, alte Menschen und Kinder geschützt werden. Hierfür ist zunächst ein übergeordnetes Konzept, der Hitzeschutzplan, zu erstellen. Dieser sollte die folgenden Punkte beinhalten:
Kühlorte und Kühlzonen (z.B. Schwimmbäder, Kirchen, Bürgerzentren) müssen kartiert werden.
Verschattung von Spielplätzen und Innenstadtplätzen(z.B. Am Herrenberg).
Lassen sich bei Pflegeeinrichtungen, Schulen und Kindergärten die Fenster verschatten?
Dachbegrünung, Fassadenbegrünung, Schulhöfe entsiegeln(an Real-und Grundschule gibt es bereits entsiegelte Bereiche aber auch hier ist Luft nach oben).
Versiegelte Flächen begrünen, Förderprogramme „Umwandlung von Schottergärten“ nutzen.
Wo befinden sich Wärmeinseln?
Als Beipiel könnte die Stadt Soest(European Climate Award) dienen!
Weitere Anregungen:
Große ungenutzte Rasenflächen, wie im Schlosspark und an der Fachklinik, müssen zur Zeit energieintensiv zu bewirtschaftet werden. Wildwiesen wären umweltfreundlichere Alternativen für Artenvielfalt und sind auch schöner anzusehen! Das gilt natürlich auch für Hausgärten; Hummeln an Stelle von Rasenmähern sind besser für das Klima und die Ohren!
Wo ist es möglich, Flächen zu entsiegeln, um Regenwasser zu versickern im Sinne einer Schwammstadt?
Brunnen/Zisternen sollten reaktiviert bzw. neu gebaut werden.
Ein Wasserspielplatz (analog Gronau) wäre ebenfalls eine sinnvolle Möglichkeit für Kinder im Hitzesommer!
In den 2024 von der Stadt Bentheim beschlossenen Nachhaltigkeitszielen wurden neben dem o.a. Hitzeaktionsplan weitere Maßnahmen verkündet:
- In Privatgärten werden in Bebauungs-Plänen die Anzahl der Bäume pro Grundstück festgelegt.
- Ebenso sollen „in den B-Plänen Festsetzungen zur Nutzung Erneuerbarer Energien oder zur Ressourcenschonung, wie z.B. Photovoltaik-Anlagen oder Zisternen, konkretisiert werden.“
- Die Versiegelung von Flächen bzw. Neuausweisungen „Auf der Grünen Wiese“ wird minimiert.
Auch aufgrund des letzten Punktes ist zum Schutz der Flora und Fauna ein Neubaugebiet an der Waldseiter Straße abzulehnen.
Anmerkung zur Baumschutzsatzung:
Um einen 100 Jahre alten Baum zu ersetzen, benötigt man etwa 400 Jungbäume, um genauso viel Luft zu filtern, zu kühlen und CO2 zu speichern!
Im Hinblick auf die zahlreichen Waldbrände im Sommer 2026 in Nadelwäldern sollte darauf geachtet werden, möglichst resistente Laubbäume zu pflanzen. Auch sind Bepflanzungen von Vorteil, die möglichst wenig Wasser benötigen, da sich bei uns in wenigen Jahrzehnten ein Klima einstellen wird, wie es in der Höhe von Florenz vorherrscht.
Im übrigen werden Hitzeschutzpläne von der WHO und dem Bundesministerium für Gesundheit empfohlen. Das Klimaanpassungsgesetz von 2024 gibt den Kommunen einen verbindlichen Rahmen. Infolge der Hitze sind 2026 in Deutschland bis zum Sommer 12000 Menschen gestorben.
Berthold Schorlemer

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